Namaste India

Indische Messe im syro – malabarischen Ritus

Ein besonderes Erlebnis in der voll besetzten Kirche war der Festgottesdienst im syro-malabarischen Ritus. Syro bedeutet, dass seine liturgische Sprache bis vor 4O Jahren syrisch war, malabrisch, dass die Heimat dieser Christen im heutigen südwestindischen Bundestaat Kerala früher Malabar ist. Der syro-malabarische Ritus, auch heilige Qurbana genannt, folgt in seiner christlichen Linie dem Apostel Thomas, der im Jahr 52 nach Südindien reiste und dort eine Kirche, deren Mitglieder sich Thomaschristen nennen, gründete. Die syro-malabarische Kirche ist sehr lebendig und im Glauben fest verwurzelt. Moralische Werte und Zusammengehörigkeit spielen eine wichtige Rolle.

Die Vielfalt und Farbenpracht Indiens spiegelte sich bereits in der Kirche wider, die Priester trugen Messgewänder aus Goldbrokat, zur Gabenbereitung brachten indische Mädchen in traditioneller Kleidung Blumen und Obst zum Altar und eine indische Gesangs- und Musikgruppe aus Wien erfüllte den Kirchenraum mit fernöstlichen Lobliedern.

 

Indischer Kulturabend

Dem Gottesdienst schloss sich ein indischer Kulturabend im, in liebevoller Kleinarbeit, stilgerecht indisch dekorierten Pfarrzentrum an.

Die Schüler/innen der BHAK Oberwart informierten über Indien, Kerala, die Organisation WE CARE CENTRE und das Patenkindprojekt.

Pfarrer Sebastian stellte die wichtigsten Stationen der geplanten Indienreise im Feber 2014 vor.

Für die musikalische Gestaltung sorgte die Familie CHERUKAD. Sowohl indische Lieder als auch ausdrucksvolle Tänze verführten in die Welt der indischen Traditionen. Der Tanz ist für Inder eine wichtige Ausdrucksform, um den Glauben, die Gefühle und das Leben vor Gott zu tragen. Die Tänze verlangen viel Disziplin, Körperbeherrschung, Charme und ein gutes Gedächtnis.

Umrahmt wurde die Veranstaltung von einer Vernissage des Pfarrers Sebastian unter dem Motto „holi hai – Colour of  India!". "Colour of India“ ist das eigentliche Thema, durch das er die Vielfalt und Farbenpracht des indischen Lebens darstellt. „holi hai“ ist die Technik mit den Farben zu spielen. Alle sozialen, kulturellen und religiösen Gräben sollen durch diese Farben überwunden werden.

Um die indische Kultur mit allen Sinnen erleben zu können, gab es eine ganz besondere Mischung von kulinarischen Köstlichkeiten. Indische Spezialitäten, wie gebratener Reis …. wurden von der Familie Karakkatt vorbereitet. Die süßen Gaumenfreuden wurden von burgenländischen Händen gebacken. Unsere treuen Mehlspeislieferantinnen sind auch in der internationalen Küche heimisch.

Der Erlös dieser Veranstaltung kam den Projekten des WE CARE CENTRE zugute.

Weitere Informationen: www.pfarre-grosspeterdorf.at