Südindien - 4. Februar bis 17. Februar 2018

Eine Indienreise mit Nachdruck, die Eindrücke hinterlässt

Indien – ein Land der Gegensätze und Extreme, wie es krasser nicht sein kann: Bunte Farben, exotische Gerüche, Lärm, freundliche Menschen, leckeres Curry, sattes Grün, wachsende Städte, aufstrebende Wirtschaft, technischer Fortschritt, aber auch Not, Armut, Überlebenskampf, Hunger und vieles mehr.

Mit neuen Eindrücken quasi überschwemmt wurde die große Reisegruppe des Seelsorgeraumes Großpetersdorf (und darüber hinaus), die mit Pfarrer Sebastian Edakarottu, Dechant von Rechnitz, 14 Tage lang den Südwesten Indiens, das Gebiet rund um Kerala bis zum Südkap in Kanyakumari, wo das arabische Meer, der indische Ozean und der Golf von Bengalen ineinanderfließen, kennen und lieben lernen durfte. Kerala, die Heimat von Pfarrer Sebastian, hat den Menschen viel zu bieten: Tiefgrüne Tee- und Kautschukbaumplantagen, an denen man sich nicht genug sattsehen kann, Reisfelder, Gewürzgärten, exotische Früchte sowie Fischfang und Landwirtschaft sichern den dort lebenden Menschen ihren Lebensunterhalt, Gott sei Dank.
Der Aufenthalt auf diesem faszinierenden Stück Erde war aber nicht nur der atemberaubenden Natur gewidmet. In zumindest gleichem Ausmaß genossen wir die kulturelle Vielfalt, in die uns Pfarrer Sebastian und Reiseleiter Till durch viele Sehenswürdigkeiten, Tempeln, Kirchen, Paläste und deren Geschichte Einblick gewährten.

Am meisten war es aber eine spirituelle Reise. Es blieb uns nicht verborgen, welch gläubige Menschen hier – Muslime, Hindus, Christen – friedlich miteinander leben und was für eine tiefe spirituelle Kraft von ihnen ausgeht, etwas, was uns alle sehr beeindruckte. Wir konnten auch unsere Patenkinder kennenlernen und mit ihnen einen Gottesdienst feiern. Eine prall gefüllte Kirche mit ca. 800 Kindern und Jugendlichen, die mit voller Inbrunst mitfeierten, mitbeteten und mitsangen, berührte unsere Herzen. Ebenso boten ein Kinderheim, ein Frauenhaus, eine Insel und die Familie Edakarottu Möglichkeiten der Begegnung, wo nicht nur für das leibliche Wohl gesorgt wurde. Viel mehr standen das soziale Zusammentreffen, der persönliche Kontakt und der Austausch im Vordergrund.

Ob nun einzelne Begegnungen, eine Wallfahrtskirche, ein Palast, die Fahrt auf den „Backwaters“ von Kerala in Hausbooten, die Gastfreundschaft der Familie Edakarottu, Bhuna (indisches Fisch-Curry) oder etwas anderes das Highlight dieses Aufenthalts waren, muss jeder und jede Einzelne für sich selbst entscheiden.

Wir kehrten auf alle Fälle tief beeindruckt von dieser Indienreise zurück, die kulturelle, spirituelle und emotionale Spuren in uns hinterlassen hat und können einstimmig einer indischen Weisheit beipflichten: „Eine Reise ist ein Trunk aus der Quelle des Lebens.“
Unser großes Danke gilt Pfarrer Sebastian, der uns mit Enthusiasmus, mit Um- und Weitsicht Kerala, „Gottes eigenes Land“, wie es in Indien gerne genannt wird, näherbrachte. Namasté!

Mag. Karin Schneemann

 

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